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Gewandhausorchester Leipzig
Igor Markevitch, Dirigent
Modest P. Mussorgski (1839–1881) schrieb „Bilder einer Ausstellung“ 1874 für Klavier, inspiriert von einer Ausstellung, die zur Erinnerung an den Maler und Architekten Viktor Hartmann veranstaltet wurde, der mehrere Jahre lang ein enger Freund Mussorgskis gewesen war.
Mussorgski war erschüttert, als der Maler im Sommer 1873 plötzlich an einer Herzkrankheit starb. „Welch ein Schmerz!“, schrieb er in einem Brief. „Ach, unglückliche russische Kunst! Dieser dumme Narr, der Tod, mäht alles nieder, ohne auch nur zu fragen, ob sein elender Besuch erwünscht ist. Wenn doch wenigstens Talente wie Pilze wachsen könnten!“ Der Kritiker Wladimir Stassow organisierte eine Ausstellung von Hartmanns Aquarellen und Zeichnungen, die Mussorgsky mit schwerem Herzen besuchte. Die Bilder machten einen tiefen Eindruck auf ihn und inspirierten ihn, eine Reihe von zehn Stücken zu schreiben, eingeführt und miteinander verbunden durch das wiederkehrende Zwischenspiel der „Promenade“.
Wolfgang Börner (Original LP-Text, 1974)
Repertoire-Klassiker, von seiner Patina befreit
Igor Markevitch genießt einen legendären Ruf. Er war sowohl als Dirigent führender Orchester als auch als Komponist und (Universitäts-)Dozent erfolgreich. Zu seinen Schülern zählen Daniel Barenboim, Herbert Blomstedt und Wolfgang Sawallisch. In seiner Autobiografie Die Musik – mein Leben erinnert sich Barenboim, dass Igor Markevitch ihm „einen persönlichen, höchst individuellen Dirigierstil“ vermittelt habe. In seinem Salzburger Kurs sei er „ganz und gar von der Klarheit des Klangs, der Klarheit des Rhythmus und der Klarheit der Geste“ erfüllt gewesen.
Ein Zeuge jener Zeit in der Orchestergeschichte ist Solocellist Jürnjakob Timm, seit 1973 festes Mitglied des Gewandhausorchesters und schon früher Aushilfe. Rückblickend erinnert er sich spontan an Markevitchs „sehr gute Dirigiertechnik“ als „ein beeindruckendes Erlebnis“. Es sei „durch schiere Fähigkeit“ (und nicht als Tyrann am Pult) gewesen, dass der Dirigent seine Vorstellungen dem Orchester vermittelt habe. Seine Arbeitsweise sei ein solider Kompromiss zwischen den Extremen des Probenfetischisten und des Abenddirigenten gewesen. Nach einer gründlichen Probe des zu spielenden Werkes sei „Musikmachen mit ihm am Abend hochintensiv“ gewesen.
Dirk Stöve
Label: Eterna
01 Gnomus
02 Il vecchio castello
03 Tuileries
04 Bydlo
05 Ballett der unausgebrüteten Küken
06 Samuel Goldenberg und Schmuyle
07 Marktplatz von Limoges
08 Catacombae
09 Die Hütte der Baba Yaga
10 Das große Tor von Kiew
Standard Masterband Produktvariante:
1/4” - 2 Track RTM LPR90 - 15IPS - 38cm/sec - CCIR - 320 nWb/m - 1 Metallspule - Archivbox - Horch House Deluxe Verpackung
Studio Masterband Produktvariante:
1/4” - 2 Track RTM SM900 - 15IPS - 38cm/sec - CCIR - 510 nWb/m - 2 Präzisionsmetallspulen - Archivboxen - Horch House Deluxe Verpackung
Claus Müller von audiotapereview.com bewertete dieses Band mit 5/5 in der Kategorie Musik und 5/5 in der Kategorie Klang.
Für die vollständige Rezension besuchen Sie: https://www.audiotapereview.com/0602024mussorgskipictures